Rehabilitationspädagogische Zusatzqualifikation für die Ausbildung von Menschen mit Behinderung (§66 BBiG/§42HwO)

Termin auf Anfrage
 

Zielgruppe

Die Weiterbildung richtet sich an betriebliche und überbetriebliche Ausbilder, die bereits eine Befähigung nach AEVO bzw. eine Qualifikation als Meister o.ä. haben und eine mindestens zweijährige Erfahrung in der Ausbildung nachweisen können.

Lehrgangsziel

Rehabilitationspädagogische Zusatzqualifikation für die Ausbildung von Menschen mit Behinderung (§66 BBiG/§42HwO)

Voraussetzungen

Die Weiterbildung umfasst 80 Präsenzstunden und ist in 4 Seminarblöcke unterteilt.
Die Seminare finden jeweils von Donnerstagabend - zum Samstagnachmittag statt:

Unterrichtstage:
S1: 10.03.2011 - 12.03.2011
S2: 31.03.2011 - 02.04.2011
S3: 01.09.2011 - 03.09.2011
S4: 06.10.2011 - 08.10.2011

Unterrichtszeiten:
Am Donnerstag: 16:00 Uhr - 19:15 Uhr
Am Freitag: 08:00 Uhr - 15:30 Uhr
Am Samstag: 08:00 Uhr - 15:30 Uhr

Unterrichtsort:
BNW, Kanalstr. 23, 26135 Oldenburg


Kosten der Weiterbildung
Die Seminarkosten inklusive Mittagessen, Getränke Snacks, Gebäck, Seminarunterlagen und gesetzlicher Mehrwertsteuer betragen insgesamt 620,00 Euro. Je nach individueller Voraussetzung ist die Nutzung der staatlichen Bildungsprämie (http://www.bildungspraemie.info) oder eine Bezuschussung nach dem Förderprogramm IWin (http://www.iwin-niedersachsen.de) möglich.
Es gelten unsere allg. Geschäftsbedingungen.

Inhalte

Die in der Weiterbildung vermittelten Inhalte orientieren sich sowohl an den Vorgaben des Berufsbildungsgesetztes als auch an den vielfältigen Anforderungen der Ausbildung junger Menschen mit Behinderung in der Betrieblichen Praxis.

Fachpersonal, das sich in der Ausbildung von Menschen mit Behinderung engagiert, benötigt zusätzliche spezifische Kenntnisse, um den besonderen Bedürfnissen der Ausbildung gerecht werden zu können.

Häufig haben (behinderte) Jugendliche noch verschiedenste Themen an erwachsenen Autoritäten abzuarbeiten. Sie sind nicht selten schulmüde und im Widerstand zum Lernen. Sie können oft nicht perspektivisch und langfristig denken, sondern stellen die momentane Bedürfnisbefriedigung in den Vordergund. Sie halten sich nicht an für viele Erwachsene selbstverständlich geltende Regeln.

Für Ausbilder stellen sich daher zum Beispiel folgende Fragen:
- Wie kann ich den behindertenspezifischen Entwicklungs- und Kenntnisstand des Einzelnen angemessen berücksichtigen, ihn individuelle fördern und zielorientiert unterstützen?
- Wie kann ich auf den behinderten Jugendlichen eingehen, ihn verstehen und annehmen und trotzdem klar und konsequent bleiben?
- Wie kann ich auch in schwierigen Situationen in der Rolle bleiben?

Die thematischen Schwerpunkte entsprechen den folgenden Kompetenzfeldern:

Reflexion der betrieblichen Ausbildungspraxis
Einsatz unterschiedlicher Unterweisungssequenzen, Methodenanalyse und Reflexion, Störfelder

Psychologie
Grundlagen der Entwicklungs- und Kommunikationspsychologie, Lernen und Konditionierung, Motivation und Bedürfnisse

Pädagogik und Didaktik
Aspekte der Rehabilitationspädagogik, Kenntnisvermittlung von Behindertenspezifischer Didaktik und Methodik, Erfahungslernen am Arbeitsplatz, Förderplan

Rehabilitationskunde
Erscheinungsbild und Klassifikation einer Behinderung, Abgrenzung der relevanten Begrifflichkeiten wir z.B.: Lernbehinderung- Lernstörung- Teilleistungsschwäche, Rechtsvorschriften in der Rehabilitation

Interdisziplinäre Projektarbeit
Entwicklung von passenden Ausbildungsprojekten, Best-Practice-Beispiele

Arbeitskunde/Arbeitspädagogik
Betrachtung konkreter Fallbeispiele aus der täglichen Praxis

Recht
Auswahl wichtiger Rechtsvorschriften

Medizin
Vermittlung von relevanten Grundlagenkenntnissen

Neben der Vermittlung von rehabilitationspädagogischem Grundlagenwissen, steht die Stärkung ihrer Handlungskompetenz bei der Ausbildung von jungen Menschen mit Behinderung im Vordergund der Weiterbildung.
Sie werden bereits im Verlauf der Seminare bei der Umsetzung des neu erworbenen theoretischen Wissens in praktisches Handeln intensiv unterstützt. Sie haben so Gelegenheit, konkrete Situationen aus ihrer eigenen Ausbildungspraxis zu refektieren und mögliche Handlungsoperationen zu erproben.

Sie erhalten nach Abschluss der Qualifizierung ein trägerinternes Zertifikat.